Garten · Hermagor
Die neue Terrasse, ein Garten, der sich selbst genügt
Kein Wasseranschluss, und die meiste Zeit im Jahr niemand da. Also ein Garten, der ohne Gießen auskommt, einer, der die Abwesenheit nicht spürt.
Der Flieder ist das duftende Herz. Im Frühling steht er in vollem Wuchs, im Sommer wirft er Schatten auf den warmen Stein. Dahinter nimmt ein grüner Schirm die Straße und die Tonnen aus dem Blick.
Im mageren Grund wächst das Trockene. Lavendel, Katzenminze, Steppensalbei, dazu die hohen Kugeln vom Allium. Lila und Blau, den ganzen Sommer, ohne dass jemand die Kanne füllt.
An den Rändern kriechen Polster über den Stein, niedrig und weich, bis die Kante verschwindet. Nichts davon verlangt Pflege, die es nicht selbst gibt. Regen genügt, der Rest ist Geduld.
So ein Garten passt zum Haus. Er verlangt nichts, wenn niemand da ist, und empfängt dich, wenn du kommst. Gewachsen, nicht gegossen.