Guide · Gailtal, Kärnten

Slow Travel im Gailtal — eine stille Ecke Kärntens an der italienischen Grenze

Das Gailtal ist das südlichste Tal Kärntens, von Ost nach West entlang der Gail gezogen, mit den Karnischen Alpen, die direkt nach Italien aufsteigen, auf einer Seite und den Gailtaler Alpen auf der anderen. Es ist eine der ruhigsten Urlaubsregionen der Ostalpen, die noch übrig sind. Dies ist ein langsamer Guide für Gäste von LAROGY's Hideaway — geschrieben aus der Sicht derer, die hier leben.

Wie Slow Travel hier wirklich aussieht

Es gibt keine Pflicht-Sehenswürdigkeiten im Gailtal, keine Hauptattraktionen, keinen Städtetrip. Die ganze Region ist die Attraktion. Eine langsame Woche sieht so aus: Morgenspaziergang über die Wiese vor dem Frühstück; Kaffee auf der Terrasse; ein Bad im Pressegger See; Mittagessen in einem Gasthaus, dessen Karte mit der Saison wechselt und dessen Kellner den Bauern kennt, der das Fleisch gezogen hat; ein Mittagsschlaf; eine Nachmittagsradtour an der Gail entlang; abends Kochen in der eigenen Küche mit Gemüse vom Hermagorer Markt vom Vormittag.

Das Tempo ist der Sinn. Das Tal unterhält nicht — es lässt einen ankommen.

Die Dörfer, die wir mögen

Möderndorf ist das Dorf, in dem LAROGY's Hideaway steht — rund um ein altes Schloss an der Gail, das heute das Gailtaler Heimatmuseum beherbergt, eines der schönsten Heimatmuseen Kärntens. Hermagor ist die kleine Bezirksstadt, drei Autominuten entfernt, mit Samstagsmarkt, ein paar guten Cafés und der einzigen ordentlichen Buchhandlung im Tal. Kötschach-Mauthen, weiter westlich, beherbergt die Loncium-Brauerei und die interessantesten Restaurants der Region — manche mit Sterne und Wartelisten. Weißbriach, in einem Seitental, ist über eine langsame Waldstraße erreichbar und der Ort, an den man fährt, wenn selbst Möderndorf zu zentral wirkt.

Italien in zwanzig Minuten

Die italienische Grenze ist näher als die nächste österreichische Autobahn. Von Möderndorf führt der Plöckenpass in weniger als einer Stunde nach Friaul; der Nassfeldpass durch das Skigebiet; und der gemütliche Coccau-Übergang bei Arnoldstein bringt einen in zwanzig Minuten nach Tarvisio. Italienisch-österreichisches Hin und Her gehört hier zum Alltag: Morgens Espresso in Pontebba, mittags Markt in Udine, abends im Gasthaus zurück im Gailtal. Die Karnischen Alpen sind eine alte, weiche Grenze — Essen, Licht und Sprache wandern leicht hinüber.

Was hier auf den Teller kommt

Das Gailtal hat seine eigene kleine DAC-Lebensmittelkultur. Das berühmteste Produkt ist der Gailtaler Almkäse — Almkäse, der noch heute oben auf den Sommerweiden gemacht wird, mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Auf jeder Gasthaus-Käseplatte zu finden. Der Gailtaler Speck — langsam über Buche geräucherter Schinken — ist die andere regionale Spezialität. Dazu ein Loncium-Bier oder ein Glas Friulano von jenseits der Grenze, und aus einem langen Mittagessen wird der ganze Nachmittag.

Eine perfekte langsame Drei-Tage-Woche

Tag eins — Anreise. Schlüssel am Bauernhaus abholen, durch die Wiese zur Urbani-Kapelle hinterm Haus spazieren, von dort ins Tal schauen. Pizza oder Gasthaus im Dorf zum Abendessen. Früh ins Bett. Tag zwei — Wasser. Mit dem Auto zum Weißensee — schwimmen oder Eis laufen, je nach Saison. Auf dem Rückweg in Hermagor einkaufen; abends im Apartment kochen. Tag drei — Italien. Morgens über den Coccau-Übergang nach Tarvisio zum Samstagsmarkt und Espresso; mittags Udine, wenn die Kraft reicht, oder zurück ins Tal für einen langen Nachmittag am Pressegger See.

Jeden Tag doppelt so lange dehnen, wie man denkt zu brauchen. Slow Travel ist kein Programm — es ist die Abwesenheit eines Programms. Das Gailtal macht das leicht.

Aufenthalt im LAROGY's Hideaway planen — zwei restaurierte Apartments im Herzen des Tals, mit allem anderen in Reichweite.