Januar · Möderndorf

Leichter Schnee, stiller Nebel

Wenn der erste Schnee die Wiesen pudert und der Morgennebel tief über der Gail hängt, wird Möderndorf still — eine Stille, wie man sie selten hört.

Rauch steigt aus alten Kaminen, die Glocken der Höfe ringsum kaum zu vernehmen. Der Winter hier schreit nicht — er flüstert.

Vom Küchenfenster aus löst sich das Feld langsam ins Weiß auf, und für ein paar Stunden verschwindet die Linie zwischen Himmel und Wiese. Das sind die Morgen, für die wir hier sind. Kaffee am langen Tisch, ein ruhiger Start, ein langer Spaziergang bevor das Dorf erwacht.

Es ist diese Art Kärntner Winter — sanft, großzügig, nie hart. Eine Art, die man eher in alten Häusern findet als in neuen.